Die Geschichte unserer Schule

 

Eine nahezu 300-jährige Geschichte

Die ehemalige Schule am Bramfelder Dorfplatz blickt auf eine nahezu 300-jährige Geschichte zurück. Im Bramfelder Erdbuch aus dem Jahre 1708, in dem die Bewohner des Dorfes mit ihrem Grundbesitz, ihren Einkünften und Abgaben aufgeführt werden, wird zum ersten Mal von einem "Schollmeister Hans Schneider" berichtet.

Als Einwohner des Dorfes wird er bereits 1692 erwähnt. Gestorben ist Hans Schneider 1724 im 69. Lebensjahr. Ob er schon einen Vorgänger im Amt hatte, kann nicht gesagt werden. Für uns Bramfelder ist er somit der erste Lehrer dieses Dorfes, denn vor dieser Zeit mussten die Kinder jeden Tag nach Bergstedt laufen(!), in die einzige Schule weit und breit. Lesen, Schreiben, Rechnen und der Katechismus waren vermutlich die einzigen Unterrichtsfächer. Den Unterricht erteilte der Bergstedter Pastor.

Während die Bauernkinder im 18. Jahrhundert zunächst im “Wohnzimmer” des Lehrers Unterricht hatten, bauten die Bramfelder vor ca. 140 Jahren für ihre Kinder ein ordentliches Schulhaus. Dieses strohgedeckte Fachwerkhaus hielt aber den Anforderungen nicht sehr lange stand. Es wurde baufällig. Hinzu kam, dass die Bramfelder Bevölkerung gegen Ende des 19. Jahrhunderts stark anwuchs.

Ein neues Schulhaus musste 1889 her. Es sollte 90 Jahre Schuldienst tun und steht noch heute.

 


Die Schule im 18. Jahrhundert

Christian IV., König von Dänemark (Bramfeld war einst dänisch), hatte 1736 eine Schulordnung erlassen, wonach jedes Kind in seinem Reich eine Schule besuchen musste. Alle Dörfer wurden angewiesen, ein Schulhaus zu bauen und einen Lehrer zu beschäftigen. Das mussten die Bauern und Handwerker aber selber bezahlen, deshalb versuchten sie, diese Maßnahme so lange wie möglich hinauszuschieben.

Durch Gerichtsprotokolle des Amtes Trittau wissen wir nun, dass der Tischler Hans Hermann von Elm von den Bramfelder Bauern eine offizielle Bezahlung für seine Tätigkeit als Lehrer verlangte. Am 5. April 1789 bestätigte das Gericht seine Forderung. Für uns dokumentiert dieser amtliche Beschluss, dass es seit nunmehr über 215 Jahren in Bramfeld eine Dorfschule gibt.

Schulleiter mit langen Amtszeiten

Die Schulleiter-Stammtafel zeigt gleich mehrere außergewöhnlich lange Amtszeiten:

Hans Christen Hansen von 1724 bis 1757

Jochen von Elm (Vater) von 1757 bis 1761

Jochen von Elm (Sohn) von 1761 bis 1789

Hans Hermann von Elm von 1789 bis 1828

Hans Lorenzen Schmidt von 1828 bis 1872

Heinrich Friedrich Johannsen von 1872 bis 1911

Georg Honke von 1911 bis 1945

Hans Reinhard Franzke von 1945 bis 1947

Heinrich Eggers von 1947 bis 1964

Walter Steckel von 1964 bis 1983

Hans-Joachim Wagner von 1983 bis 2008

In den vergangenen 280 Jahren hat es somit nur zwölf Personen gegeben, die unsere Schule entweder als Schulmeister, Hauptlehrer oder Rektor leiteten.


Dieses Kollegiumsfoto stammt aus dem Jahre 1925:

 


Die Geschichte nach dem 2. Weltkrieg

Im Jahr 1946 hatte Bramfeld 21.500 Einwohner und unsere Schule besuchten insgesamt 2800 Schülerinnen und Schüler. Es wurde in vier Schichten unterrichtet, jeder Schüler hatte nur 2 Stunden Unterricht am Tag.

1947 wurden zwei Baracken an der Herthastraße für den Schulbetrieb genutzt. Ferner wurde eine neue Schule am Hohnerkamp gegründet. Die räumliche Situation entspannte sich durch diese erste Teilung der Schule am Bramfelder Dorfplatz.

1950 entstand ein Schulkindergarten. Ferner wurde eine siebente Klasse der "Technischen Oberschule" gegründet. So nannte man damals die Realschule, einer Schulform, die nun in der Stadtteilschule aufgegangen ist.

1954 wurde der erste Bauabschnitt der Schulerweiterung fertiggestellt. Es entstanden die Eingangshalle (das heutige "Foyer"), 7 Klassenräume und ein Sammlungsraum.

1956 konnte der zweite Bauabschnitt des Erweiterungsbaus in Betrieb genommen werden. Dazu gehörten 8 Klassenräume, der Schulkindergarten und die 2012 abgebrannte Turnhalle. Die Schule hatte 1286 Schüler.

1957 konnte die neu erbaute Schule Owiesenstraße (heutige Fabriciusstraße) viele unserer Schüler aufnehmen. Durch diese zweite Teilung sank die Schülerzahl am Dorfplatz erneut.

1958 begannen die Umbauarbeiten am alten Schulhaus, das in den Jahren 1904 bis 1913 erbaut wurde. Unser heutiges Fachraumgebäude entstand und war die Voraussetzung für eine grundlegende pädagogische Veränderung in Hamburg:

1960 wurde dieser Umbau vollendet. Die Schule Bramfelder Dorfplatz, so hieß die Schule damals, führte als erste (!!) Schule Hamburgs die Neigungskurse in den Klassenstufen 7 - 10 ein. Das geschah zunächst gegen den Willen der Schulbehörde im Rahmen eines "Schulversuchs". Eigentlich ignorierte die Behörde diese Maßnahme für zwei Jahre. Als man in der Behörde dann den pädagogischen Erfolg erkannte, stimmte man zu. Später unterrichteten alle Haup- und Realschulen in Hamburg so.

1962 begann der Bau der Siedlung Hegholt. 1400 Schüler in 42 Klassen besuchen die Schule am Bramfelder Dorfplatz. Die dritte Teilung wurde notwendig, und

1963 konnten die neuen Gebäude am Standort Hegholt bezogen werden. Am Standort Dorfplatz verblieben 871 Schüler.

1968 war die Zahl der Gymnasiasten so angestiegen, dass der Ortsausschuss in Bramfeld bei der Schulbehörde die Gründung eines Gymnasiums in Bramfeld beantragte. Der Schulstandort Bramfelder Dorfplatz sollte nach der Idee des Ortsamtsleiters Hellmuth Schoppe zum Gymnasium umgewandelt werden. Elternrat und Schulleitung konnten jedoch mit dem Landesschulrat eine Einigung erzielen. Ende August entschied die Schulbehörde, dass Bramfelds Gymnasium -das heutige Johannes-Brahms-Gymnasium- an anderer Stelle entstehen sollte.

1969 hatte die Schule ab August 30 Klassen aber nur 24 Räume. Die Diskussionen im Vorjahr hatten zum Planungsstopp an dem dringend benötigten Neubau, dem "6-Klassentrakt", geführt. Ein Pavillion neben der Turnhalle konnte durch Verzögerungen erst im Dezember in Betrieb genommen werden. Zwei weitere Pavillions entstanden kurz zuvor an der Ellernreihe/Steilshooper Allee 4. Dort wurden übergangsweise vier 3. Klassen untergebracht.

1970 führte unsere Schule zunächst probeweise die 5-Tage-Woche ein. Die Klassenräume an der Ellernreihe mussten aufgegeben werden, weil das neue Gymnasium diese benötigte. Zwei Kilometer entfernt, am Mispelstieg, wurden dafür 7 neue Klassenräume von unserer Schule genutzt.

1971 konnten endlich der "6-Klassentrakt" und die Pausenhalle fertiggestellt werden. 33 Klassen mit 1200 Schülern besuchten die Schule Bramfelder Dorfplatz, zwei Klassen davon noch immer am Standort Mispelstieg.

In den folgenden Jahren ging in Hamburg die Zahl der Grundschulklassen zurück. Es begann eine Diskussion: Wie sollte es am Standort Dorfplatz weitergehen? Die Gründung einer gemeinsamen "Orientierungsstufe" mit dem Gymnasium Bramfeld für die Jahrgänge 5 und 6 entwickelte sich als tragfähige Idee.

1974 nahm das Schullandheim Meereswoge den Betrieb auf und war bereits im ersten Jahr voll ausgebucht.
Die Fußballmanschafft gewann die Hamburger Schulmeisterschaft.

1979 begann die "Orientierungsstufe" ihre Arbeit, nach dem beide Schulen und die Behörde zugestimmt hatten. Dies war eine sehr positive Entwicklung für die Schule. Die Anmeldezahlen für die Jahrgangsstufe 5 konnte so über Jahre hinweg gesichert werden. Andere Schulen in Hamburg mussten in den folgenden Jahren schließen.
Leider sollte jedoch der Altbau von 1889 mit seinen 8 Klassenräumen aufgegeben werden. Die notwendigen Sanierungskosten erschienen der Schulbehörde zu hoch. Der Abriss konnte jedoch vom Amt für Denkmalschutz verhindert werden.

1981 bekam der Standort Dorfplatz zwei neue Pavillons, denn das alte Schulgebäude wurde verkauft.

1985 begann eine Grundsanierung der Schule. Dies bedeudete die Auslagerung von Unterricht an andere Schulen.

1987 waren insgesamt 10 Klassen in die Räumlichkeiten des Gymnasiums Bramfeld (heute Johannes-Brahms-Gymnasium) ausgelagert.

1989 wurden die Klassen der bisherigen Schule Hohnerkamp integriert und der Schulstandort Hohnerkamp zur Zweigstelle. Die Schule Bramfelder Dorfplatz besuchten zu diesem Zeitpunkt 841 Schülerinnen und Schüler.

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